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Verein - Roland Schubert mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

2026.06 Roland Schubert

Für herausragenden Verdienste wurde unser Co-Vorsitzender Roland Schubert mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundepräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Die Ehrung wurde am vergangenen Montag, den 22.06.2026 in der Senatsverwaltung durch die Staatssekretärin für Inneres und Sport, Franziska Becker, vorgenommen.

Im Beisein der Familie, von Freunden und engen Mitstreitern aus Verein und Verbänden nahm Roland die Ehrung sichtlich bewegt entgegen. In seiner im Anschluss an die Rede der Staatssekretärin inspirierenden Rede war es Roland wichtig zu betonen, dass er diese Würdigung auch stellvertretend für diejenigen entgegennimmt, die ihm für seine Ehrenämter immer den Rücken freihielten und mit ihm gemeinsam sinnstiftende Projekte zum Erfolg führen konnten. Dies ging zuallererst an die Adresse von Angela, aber auch bei anderen dürfte sich wie bei mir Gänsehaut eingestellt haben.

Die Ehrung hat Signalwirkung nicht nur für den Faustballsport, sondern auch Strahlwirkung für unseren VfK, der sich inmitten großer Sportvereine behaupten muss und in seiner Nische überaus erfolgreich ist.

Doch der Reihe nach: Im Februar dieses Jahres wurde ich über die Nominierung zur Ehrung von Roland informiert und von Seiten der Senatsverwaltung gebeten, Begründungen für die Wichtigkeit seiner Schaffenskraft zugunsten der Allgemeinheit zu benennen.

Die Nominierung von Roland Schubert für den Bundesverdienstorden habe ich von der ersten Sekunde als 1. Vorsitzender des VfK 1901 e.V. uneingeschränkt und aus vollem Herzen unterstützt und mich über die Bitte der Senatsverwaltung gefreut, vermag ich doch durch die sehr enge und lange Zusammenarbeit mit Roland genauestens sein Engagement als Ehrenamtsträger für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, das Land Berlin und die Bundesrepublik einzuschätzen.

Für mich wäre die Verleihung des Ordens an Roland eine absolut gerechtfertigte Anerkennung für einen überaus engagierten und vielseitigen Ehrenamtsträger und sein Lebenswerk! Folglich gab ich zu Protokoll:

Neben seiner sehr vorbildlichen Fürsorge als Familienvater und nicht unbedeutender, zudem sozialer Arbeitgeber aus Westend in Verantwortung für knapp 30 Arbeitnehmer, eigentlich ohne Zeit als nur für den Beruf, gestaltet Roland bereits seit 1990 die Geschicke des Vereins als 2. Vorsitzender maßgeblich. Roland zeichnen dabei im besonderen Maße seine Zuverlässigkeit, Leidenschaft für die Sache wie auch sein Verständnis für Jedermann und seine Kompromissbereitschaft aus, ohne dabei die Ziele zum Wohle des Vereins für Körperkultur Berlin e.V. und unserer jugendlichen Mitglieder aus dem Auge zu verlieren.

Aus Sicht des VfK war es wichtig zu betonen, dass seine Tätigkeiten

  • als 2. Vorsitzender sowie Kinder- und Jugendtrainer
  • Nationaltrainer der deutschen Faustballnationalmannschaft (Jugend)
  • Kassenprüfer des Berliner Turn- und Freizeitsportbundes (BTFB)
  • Vorstandsmitglied Faustball Deutschland

zu einer Herzensangelegenheit geworden aber auch freizeitvereinnahmend sind.

Ursprünglich übernahm Roland einen wichtigen Part in der Jugendarbeit des Vereins Zusammen mit Ehefrau Angela bereitete er seit 1985 als Übungsleiter den sportlichen Weg von unzähligen Kindern und Jugendlichen, welche in der Abteilung Eltern- und Kindturnen häufig die ersten sportlichen Erfahrungen sammelten. Darunter auch Lukas Schubert als erfolgreichster Athlet des VfK und der Stadt Berlin als mehrfacher Deutscher Meister, Europameister, Weltmeister und World-Games-Sieger. Dafür erhielt Sohn Lukas Schubert von den Bundespräsident Joachim Gauck und Frank-Walter Steinmeier jeweils das silberne Lorbeerblatt verliehen.

Doch nicht nur seinen Kindern schuf Roland Schubert durch sein väterliches Engagement ein zweites Zuhause innerhalb des Vereins, beinahe die gesamte Bundesligamannschaft („Goldene Generation“) des VfK lernte von ihm Willenskraft, Kameradschaft, Charakterstärke und Fair-Play. Den Kern der Mannschaft begleitet er schon seit deren frühester Jugend und machte diese Faustballer zum Deutschen Schülermeister im Jahr des 100jährigen Vereinsjubiläums und nach unzähligen Berliner Meistertiteln zum Deutschen Meister der höchsten Männerklasse im Jahr 2009. Fortan machte der Charlottenburger Verein am Maikäferpfad auch international bei Vereinseuropapokalen oder Europa- und Weltmeisterschaften durch nominierte, zuvor von Roland innerhalb des Vereins geförderte und geformte, Nationalspieler auf sich aufmerksam.

Der VfK kam nach den Erfolgen nicht umhin, den Faustball-Europacup der Männer im Jahr 2010 und den der Frauen im Jahr 2012 zusammen mit dem IFA-Pokal der Männer, also die wichtigsten europäischen Wettbewerbe, in Berlin auf der Anlage des VfK auszutragen. Beide, aufwendig inszenierten und finanziell risikobehafteten Großveranstaltungen wurden Dank des Chefkoordinators Roland unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit 2010 und im Beisein des Bürgermeisters Reinhard Naumann 2012 zum Erfolg für den Sportbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Unsere Kinder, Jugendlichen und Bundesligaspieler profitieren von seinen langjährigen Erfahrungen und Erfolgen als Juniorennationalspieler, Bundesligafaustballer und Deutscher Meister bei den Senioren. Aber auch über die Vereinsgrenzen hinweg kommt man ohne ihn nicht mehr aus. Roland wurde von der DFBL (jetzt Faustball Deutschland) als Bundestrainer berufen und konnte zum Beispiel im April 2014 in Brasilien den Weltmeistertitel der männlichen U18 im Faustball für Deutschland holen. Dies gelang ihm zuvor schon mit den von ihm deutschlandweit gesichteten Jugendlichen in den Jahren 2006 in Chile, 2008 in Namibia und 2010 in Spanien. Sehr viel Verantwortung für die Jugendlichen lastet dabei bei all diesen Nah- und Fernreisen auf seinen Schultern. Weitere internationale Titel folgten!

Damit die Jugendlichen diese großartigen Erfahrungen überhaupt machen können und als Repräsentanten ihres Landes weltweit positiv beeindrucken, kümmert sich Roland zusätzlich um den Großteil der Organisation und Finanzierung für Mannschaft und Fans.

Im Berliner Turn- und Freizeitsportbund ist Roland Schubert dann noch als Kassenprüfer aktiv und kümmert sich hier auch innerhalb des Verbandes vereinsübergreifend um Jungfaustballer und war häufiger schon für die Berliner Stadtauswahl verantwortlich und erfolgreich.

Im Jahr 2016 erhielt Roland für die bis dahin erreichten Erfolge und Dienste am Gemeinwesen die Bürgermedaille des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf verliehen.

Mit Roland besitzen wir wie eingangs beschrieben einen vielseitigen Ehrenamtsträger, der nicht nur als Funktionär für die ideellen Werte des VfK und den Faustballsport einsteht, sondern noch selbst anpackt, das Training anleitet und als Vorbild vorangeht. Inmitten vieler Kinder, die ihn erfreut anstrahlen und unbeschwert toben dürfen, sobald er und Angela sportliche, wie für unsere Familien gesellschaftlich wertvolle Reize setzen – das ist seine Welt.

Natürlich ist sein Wert für den VfK 1901 e.V. unermesslich, da er viele Aufgaben stemmt oder aktiv und wirtschaftlichen Sachverstand begleitet.

Über 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zunächst und bis heute als Übungsleiter beim Kinderturnen, kurz darauf auch noch als zweiter Vorsitzender des Gesamtvereins, Vereins-Cheftrainer der Abteilung Faustball, Märzen, Kassenprüfer und Vereinsberater im Turnerbund sowie als Bundestrainer der männlichen Jugend und nun auch Vorstandsmitglied des nationalen Faustballverbandes machen Roland Schubert für unsere Mitglieder, deren Kinder oder deren Eltern und für Sportverbände oder Institutionen mittlerweile vermutlich unersetzlich. Das trägt zum Funktionieren unserer Gesellschaft über die Vereinsgrenzen hinweg bei!

Auch wenn Roland gerne im Hintergrund wirkt und ungern im Mittelpunkt steht, freue ich mich über die verdiente Wertschätzung, die Roland nun auf dieser großen Bühne zuteilwurde.

Ohne die Unterstützung und das Verständnis seiner Familie wäre dies alles allerdings auch nicht möglich! Das hat Roland bei seiner Rede nach der Verleihung betont. Genauso hob er hervor, dass wir innerhalb des Vereins und der Verbandsarbeit immer Lösungen und Kompromisse finden. Teilhabe, Integration, Ansporn, Sozialverhalten, Leistung im Team. Das könne auch als Beispiel für das Große und Ganze dienen!

Und eigentlich ist es ihm ehre genug, wenn er in glückliche Kinderaugen blicken kann, sobald sie mit seiner Hilfe den nicht für möglich gehaltenen Sprung vom Kasten auf die Matte oder den Balanceakt auf dem Schwebebalken vollbracht haben.

Vielen Dank im Namen des VfK.

Gunnar Hoppe

1. Vorsitzender VfK 1901 e.V.

 

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