
Nachdem wir uns in der Halle immer ein wenig dämlich anstellen, wollten wir uns im Feld aber den dritten Titel hintereinander holen. So brachen 5 und zwei halbe Spieler am 5. September auf, um in Segnitz den Titelhattrick perfekt zu machen. Leider konnten unser 1V Gunni nicht dabei sein, da er noch im Familienurlaub weilte. Da im Vergleich zum Vorjahr auch einige neue Teams dabei waren, versprach die Meisterschaft spannend zu werden.
In der Vorrunde trafen wir auf die Mannschaften vom TV Waldrennach, TV Augsburg, der Nationalmannschaft Namibias und Bayer Leverkusen. Das Team von Namibia fungierte als Lückenfüller, da eine Mannschaft kurzfristig abgesagt hatte.
Im ersten Spiel bei noch feuchtem Boden trafen wir auf den TV Waldrennach. Unsere Starting Five mit Jochen und Sascha Krause im Angriff, Icke in der Mitte sowie Bruce und Hanschi in der Abwehr. Kiki und unser Neuzugang Ulli Niemann übernahmen das Coaching. Wir starteten sehr konzentriert in diese Partie und konnten uns gleich einen Vorsprung erspielen, denn wir dann auch mit einem 11:5 souverän ins Ziel brachten. Auch im zweiten Satz ließen wir nichts anbrennen und siegten mit 11:3. Der Auftakt war gelungen, auch wenn uns der Gegner nicht wirklich forderte.
Im zweiten Spiel trafen wir auf alte Bekannte, die wir aus etlichen Spielen in der Altersklasse 35 kannten. Nur spielen sie jetzt beim TV Augsburg und nicht mehr in Vaihingen. Wir begannen mit der gleichen Aufstellung. Der erste Satz verlief bis zur Mitte des Satzes recht ausgeglichen. Dann setzten wir uns etwas ab und bauten unsere Führung aus. Mit 11:7 ging der Satz an den VfK. Der TV Augsburg wechselte dann zum zweiten Satz ihren Hauptangreifer aus, was bei uns anscheinend den Schlendrian-Modus aktivierte. Von Beginn an liefen wir einem Rückstand hinterher. Wir bekamen den gegnerischen Aufschlag nicht in den Griff. Dazu gesellten sich dann einige leichte Fehler bei allen Mitspielern und auf einmal stand es 10:9 für den TV Augsburg. Wir konterten dann jeden Satzball bis zum 14:14. Aber musste im nächsten Spielzug die Entscheidung fallen. Sie fiel aber leider nicht zu unseren Gunsten, denn der Augsburger Aufschlagspieler brachte auch diesen Ball bei uns mit einem halblang gespielten Ball unter. So verloren wir diesen Satz mit 14:15 und es gab ein 1:1 in den Sätzen.
Im dritten Spiel gegen das Nationalteam von Namibia, dass außer Konkurrenz mitspielte stellten wir dann etwas um. Jochen übernahm den Hauptangriff, Hanschi wechselte auf vorne rechts, Kiki gab sein Comeback auf der Mitte und Bruce und Icke sollten die Abwehr stabilisieren. Das war übrigen unsere Aufstellung beim DM-Titel der Männer 35 in 2012. Der erste Satz lief wieder sehr gut. Die Annahme kam ordentlich, sodass wir viele Punkte aus dem Spiel heraus erzielen konnten. 11:5 stand es am Ende. Der zweite Satz plätscherte so vor sich hin. Der letzte Punsch fehlte, um alles in diesem Spiel zu geben, da es ja nicht in die Wertung floss. So gaben wir den Satz mit 9:11 ab.
Im letzten Gruppenspiel ging es dann um den Gruppensieg. Leverkusen hatte bis dahin alle Spiele gewonnen. Somit mussten wir das Spiel 2:0 gewinnen, um den Gruppensieg zu holen und den direkten Einzug ins Halbfinale. Leverkusen hatte sich mit dem ehemaligen vielfachen Nationalspieler Ole Herrmans im Angriff top verstärkt. Aus dem Namibia-Spiel hatten wir die Erkenntnis gewonnen, dass die Abwehr mit Bruce und Icke sehr viel stabiler steht, weshalb wir nun mit Kiki in der Mitte weiterspielten. Sascha Krause und Jochen übernahmen wieder die Angriffspositionen. Wir legten sehr konzentriert los und konnten uns auch gleich mit drei Punkten eine gute Führung erspielen. Leverkusen kam dann nicht mehr ran und nach zwei Aufschlagfehlern der Bayer-Mannschaft ging der Satz mit 11:5 an uns. Der zweite Satz war hart umkämpft und es ergaben sich einige lange Ballwechsel zwischen zwei defensivstarken Teams. Leider hatte Leverkusen in Person von Ole Herrmanns häufig das bessere Ende für sich. Und es waren wieder die halblang gespielten Bälle in die Schnittstelle zwischen vorne und hinten. Wir schafften es nicht nochmal in Führung zu gehen und so verloren wir den Satz mit 9:11. Das bedeutete Gruppenplatz 2 und damit mussten wir in ein Viertelfinalspiel am Sonntag gegen den Dritten der anderen Gruppe. Kann manchmal auch nicht schlecht sein.

Unsere Gegner im Viertelfinale waren die Jungs von Blau-weiß Gersdorf, die wir aus etlichen Spielen gut kannten. Unterschätzen darf man die Gersdorfer nicht und so wussten wir, dass wir eine konzentrierte Leistung brauchten. Aber wir wollten ja unseren Sonntagsmodus einschalten, um den Titel zu holen. Der Spielmodus war nun wieder zwei Gewinnsätze. Da Kikis Knie top gehalten hatte, spielten wir in der Aufstellung vom Leverkusen-Spiel weiter. Von Beginn an schafften wir es die Angabe des Gegners zu kontrollieren, selber aufzubauen und zu punkten. Mit 11:5 gelang uns ein sehr guter Auftakt. Es war uns aber auch klar, dass der zweite Satz die gleiche Konzentration benötigte. Auch hier konnten wir uns etwas absetzten und spielten mit einer Führung im Rücken. Diese konnten wir aber nicht weiter ausbauen. Gersdorf blieb immer dran. Dank der sehr guten Aufschläge von Sascha Krause, die häufig zu direkten Punkten für uns führten, brachten wir unseren Vorsprung aber mit einem 11:8 ins Ziel. Damit war das Halbfinale erreicht.
Dort trafen wir auf unseren langjährigen Rivalen um den Titel in der Altersklasse TSV Hagen 1860. Aber in den letzten Jahren hatte sich die Bilanz klar zu unseren Gunsten gedreht. Auch in den Endspielen der letzten beiden Männer 45 Feldmeisterschaften hatten wir das bessere Ende für uns. Wir bleiben in der Erfolgsaufstellung vom Viertelfinale und legten los wie die Feuerwehr. Hagen wusste nicht wie Ihnen geschah und schon stand es 5:0 und 7:1 für uns. Diesen Vorsprung brachten wir sicher nach Hause und der erste Satz wurde mit 11:6 gewonnen. Aber noch war das Endspiel ja nicht erreicht. Hagen würde sich wehren. Im zweiten Satz war es zunächst ausgeglichen und bis zum 6:6 konnte sich kein Team einen Vorsprung erarbeiten. Dann gelangen uns zwei gute Angriffe, wobei Jochen von vorne rechts eine Schussvorlage top verwandelte. Hagen wollte nochmal rankommen und versuchte alles. Aber bei 9:7 für uns wehrte Kiki in der Mitte einen Aufschlag Hagens mit einer Dropkickannahme ab, die dann von Sascha Krause zum Matchball veredelt wurde. Einen Punkt machte Hagen dann noch aber mit einem Aufschlagass zum 11:8 holten wir uns den Finaleinzug.
Im Endspiel trafen wir auf unseren Gruppensieger Bayer Leverkusen, die sich in ihrem Halbfinale gegen den SV Moslesfehn mit 2:1 durchgesetzt hatten. Da war ja noch eine Rechnung offen. Die Aufstellung veränderten wir nicht. Überrascht waren wir etwas, dass nicht Ole Herrmans die Aufschläge übernahm. Das kam uns ganz gelegen. Wir waren sofort im Spiel und erspielten uns wie im Halbfinale gegen Hagen sehr schnell einen deutlichen Vorsprung. Bei 6:1 für uns nahm Leverkusen eine Auszeit und wechselten dann auch die Angabe. Aber unser Vorsprung war zu groß und Sascha Krause an diesem Tag auch zu gut in seinem Angriffsspiel. Icke und Bruce brachten immer wieder die Bälle, sodass wir unser Spiel aufziehen konnten. Unsere Defensivarbeit war top. So holten wir uns mit 11:6 den ersten Satz. Der zweite Satz verlief ähnlich wie der erste. Wir ließen nicht viel zu, machten unser Spiel und spielten ein souveränes Endspiel. Mit 11:6 ging auch der zweite Satz an uns und der Titelhattrick war geschafft. Unser Sonntagsmodus war genial und es hat verdammt viel Spaß gemacht wieder auf dem Platz zu stehen. Großes Lob gebührt auch Hanschi, der am Sonntag nicht mehr zum Einsatz kam, aber von der Seitenlinie immer unterstützte. Auch Ulli Niemann, der gar nicht ins Spielgeschehen eingriff, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und hat mit seinen Kommandos großen Anteil an der starken Defensivleistung der Mitte und Abwehr.
Deutscher Meister Männer 45 im Feldfaustball wurden Sascha Krause, Jochen Böttcher, Mario Birkenbach (Hanschi), Christian „Kiki“ Müller, Christian „Bruce“ Lee, Sascha „Icke“ Ball und ulli Niemann. Es war mir eine Freude und Ehre mit diesem Team ein herausragendes Wochenende verbracht zu haben. Nun versuchen wir es nochmal in der Halle einen Titel zu holen.

Anzumerken ist noch, dass der Landesverband Berlin sehr erfolgreich war, denn die Frauenmannschaft von Stern Kaulsdorf gewann in der Altersklasse Frauen 30 ebenfalls den Deutschen Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch an die Sterne.
Christian „Kiki“ Müller










