Wir
trafen in unserem ersten Spiel im Berliner Duell auf die TiB und
konnten diese von Anfang an unter Druck setzen. Da der Rasen bereits
trocken und aufgrund der anhaltenden Hitze knallhart war, konnten weder
unsere noch die Schlagleute der TiB häufig direkte Punkte machen. Es
entwickelte sich also ein Geduldsspiel, bei dem wir öfter den längeren
Atem hatten. So konnten wir uns zu Beginn des Satzes eines
2-Punkte-Vorsprung erarbeiten, den wir auch bis Mitte des Satzes halten
konnten. Durch kleine Unkonzentriertheiten ließen wir die TiB wieder
rankommen, so dass sich ein Nervenkrieg entwickelte: unentschieden, ein
Ball vor, unentschieden, ein Ball zurück... Beim Stand von 15:15
spielte die TiB ihre größere Routine aus und ging mit zwei Bällen in
Führung, die sie sich bis zum Schluss auch nicht mehr nehmen ließen,
wir verloren den Satz mit 18:20.
Im zweiten Satz wechselte die TiB ihre Schlagleute, Angela kam für
Sandra ins Spiel, dieser Wechsel erwischte unsere Abwehr auf dem
falschen Fuß, wir lagen schnell mit drei Bällen zurück, hatten uns dann
aber auf Angela eingestellt. Das Spiel schwappte dann hin und her, doch
im Gegensatz zum ersten Satz verloren wir jetzt schneller die Geduld
und hatten vielleicht auch Angst vorm Fehler. So fehlte sowohl der
Annahme als auch der Vorlage der letzte Meter nach vorn, auch die
Angriffe waren nicht mehr so mutig wie im Satz zuvor. Der Satz ging
dann deutlicher, als es vom Spielverlauf her aussah mit 20:13 an die
TiB.
Im letzten Spiel trafen wir auf Blumenthal, die bereits die TiB mit
20:18 und 20:14 geschlagen hatten. Begünstigt durch eine recht hohe
Fehlerquote von Blumenthal gingen wir schnell mit drei Bällen in
Führung, doch Blumenthal reagierte sofort und wechselte die
Mittelfrauen. Dadurch wurde das Blumenthaler Spiel gleich konstanter
und Blumenthal kämpfte sich Punkt um Punkt ran. Bis zum 15:17 hielten
wir das Spiel dennoch offen, der Satzgewinn war immer noch in
greifbarer Nähe. Doch dann ließen wir uns durch eine fragwürdige
Schiedsrichterentscheidung völlig aus der Bahn werfen, uns gelang
nichts mehr, wir gaben den Satz mit 15:20 ab.
Im zweiten Satz wechselten wir dann Kathrin gegen Ramona aus, Franzi
ging in die Mitte. Immer noch angefressen unterliefen uns zu Beginn des
Satzes zwei unnötige Fehler, auch Ramona musste erst ins Spiel finden
und ließ sich von zwei Bällen überraschen, so lagen wir von Anfang an
mit vier Bällen zurück.
Dann wurde auch klar, dass Ulli, die im Satz zuvor auf ihr Knie
gefallen war und mittlerweile einen fetten Bluterguss im Knie hatte,
kaum noch laufen konnte, sie musste also raus. Franzi ging dann nach
vorne, Kathrin wieder in die Mitte, aber die gesamte Last lag auf
Birgit. Blumenthal verstand es, Birgit geschickt auszuspielen, so dass
wir im Endeffekt keinen Angriff mehr hatten, da Franzi bei trockenem
Boden auch wenig Chancen zum Punkten hat. Auch bei dem Versuch, Birgit
die Bälle abzunehmen, waren wir wohl etwas übermotiviert und hektisch,
es lief dann nicht mehr viel zusammen, wir verloren diesen Satz mit
10:20.
Insgesamt sind wir aber trotz 0:4 Punkten positiv gestimmt nach Hause
gefahren, weil wir gut gespielt und bis zum Schluss gekämpft haben,
viel füreinander gelaufen sind und eine geschlossen Mannschaftsleistung
abgegeben haben. Uns fehlte einfach nur das letzte bisschen Glück, das
wir dann hoffentlich beim nächsten Spieltag am 26.06. zu Hause gegen
Bademeusel wieder im Rücken haben. Wir sind jetzt noch 7. in der Liga,
punktgleich mit dem fünften, es ist also noch alles drin.
Bianca
Link/ Download: www.faustball-liga.de
Feld 2005
Faustball 1. Bundesliga Nord - Frauen bleiben auf Nicht-Abstiegsplatz
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