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Halle 10/11

Faustball - Die “kleinen“ Berliner überraschen die großen Favoriten bei der Deutschen Meisterschaft in Fredenbeck!

FaustballTrotz guter Leistung blieb am Ende für den VfK nur Platz 4. (Foto DFBL/Schönwandt)Als krasser Außenseiter lief der Norddritte aus Berlin am Samstagvormittag beim Hallenfinalevent auf. Denn man musste sich in der Vorrundengruppe mit niemand geringerem als Nordmeister und Lokalmatador MTV Hammah sowie dem Titelverteidiger aus Stammheim messen. Noch ein Jahr zuvor mussten sich die Hauptstädter, den gleichen Gegnern, mit jeweils 1:3 geschlagen geben und die Finalspiele am Sonntag von der Tribüne verfolgen. So waren die Erwartungen beim VfK im Vorfeld zwar nicht besonders groß aber man wollte frei aufspielen und Spaß auf dem Feld haben. Dies sollte Ohlrich & Co. besser gelingen als gedacht…

In der ersten Begegnung traf man auf den MTV Hammah und zunächst schienen sich die Vorhersagen zu bestätigen. Der MTV dominierte die Begegnung mit ihren beiden großgewachsenen Angreifern und punktete nach Belieben. Die Niedersachsen sicherten sich Satz 1 und 2 und sahen bereits wie der Gewinner aus. Doch plötzlich schien beim VfK der Knoten geplatzt zu sein. Der MTV’ler Hoff strahlte nur noch wenig Gefahr aus mit seinem Service und die Berliner Angreifer Kops und Schubert waren nun präsenter. Durch ihre starke Abwehrarbeit auf allen Positionen zwangen die Berliner den MTV zu Fehlern und machten die entscheidenden Bigpoints. Die nun fast ängstlich agierenden Lokalmatadore fanden kein Mittel gegen die Berliner und verloren das Spiel noch mit 2:3.

Damit war die erste faustdicke Überraschung gelungen allerdings reichte dies noch lange nicht für eine Halbfinalteilnahme. Dafür brauchte der VfK entweder einen weiteren Sieg gegen den Titelverteidiger oder man musste auf Schützenhilfe der Stammheimer im letzen Gruppenspiel gegen Hammah hoffen.

Da Lars Kops leicht lädiert aus der ersten Begegnung kam und Lukas Schubert einen starken Eindruck hinterlassen hatte startete der VfK im zweiten Spiel mit Tobias Andres auf der Position vorne links. Die Berliner knüpften an ihre Leistung aus dem ersten Spiel an und der Satz verlief, bei wechselnden Führungen, auf Augenhöhe mit dem TVS. Wegen leichten Unsicherheiten auf den Außenpositionen beim VfK, ging der Satz jedoch mit 11:9 an Stammheim. Der Satzball war für die Berliner doppelt bitter. Denn bei dem Versuch diesen Abzuwehren, schlug Sascha Zaebe mit dem Kopf auf den Boden und wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus abtransportiert.

So musste er im zweiten Satz durch den ebenfalls angeschlagenen Tim Fronzek ersetzt werden, der trotz eines Bruches in der Mittelhand auflaufen wollte. Doch die Schubert- 5 sollte Glück im Unglück haben. Denn nach einem kurzen Weckruf durch den Mannschaftskapitän sollte Fronzek zusammen mit Schubert zum Matchwinner avancieren. Die Berliner Abwehr arbeitete nun äußerst Kompakt und konnte ihren furios aufspielenden Angreifer Lukas Schubert mit präzisen Zuspielen von Tobias Andres perfekt in Szene setzen. So ließ Schubert die Abwehr des Titelverteidigers ein ums andere Mal ziemlich alt aussehen. Die Hauptstädter sicherten sich die folgenden Sätze ungefährdet mit 11:2, 11:7, 11:8 und somit als Gruppensieger, das erste Halbfinalticket. Somit war eine kleine Sensation perfekt, mit der niemand, der über 1000 Zuschauer in der Fredenbecker Geestlandhalle, gerechnet hätte.

Lukas Schubert (4) kam im Halbfinale nur noch selten zum Jubeln (Foto: DFBL/Schönwandt)Nun wartete im Halbfinale am Sonntag der Südmeister vom TV Vaihingen/Enz. Die Schwaben würden die Berliner Überraschungs- Halbfinalisten bestimmt nicht mehr unterschätzen. Des Weiteren sollte es sich als äußerst schwer herausstellen, an die Leistungen vom Vortag anzuknüpfen. Der VfK konnte die Sätze zwar offen gestalten aber es schlichen sich ein paar Fehler in das Berliner Spiel ein. Ebenfalls agierte man nun, bei entscheidenden Ballwechseln, oft unglücklich. Nachdem der erste Satz verdient an Vaihingen ging konnten die Berliner in den beiden folgenden Sätzen jeweils ihre Führungen nicht ins Ziel retten. Zu viele Schlagfehler sowie unsaubere Abwehraktionen ermöglichten dem TVV letztlich einen klaren 3:0 Erfolg.

Schließlich sollte wenigstens eine Bronzemedaille die gute Leistung vom Vortag krönen, aber man fand im Finalgegner der Feld- DM 2010 erneut seinen Meister. Der TSV Pfungstadt agierte druckvoller und der Berliner Angriff fand kein entscheidendes Mittel um die Partie für sich zu entscheiden. Nach einem deutlichen 5:11 aus Berliner Sicht, folgten 2 Sätze die knapp mit 9:11 verloren gingen und man stand am Ende mit leeren Händen da.

Aber obwohl das Team um Nationalmannschaftskapitän Sascha Ball ohne Medaille um den Hals nach Hause fuhr, zieht man eine positive Bilanz nach der DM. Als klarer Außenseiter und von allen Gegnern als schwächstes Team des Finalevents prognostiziert, am Ende den Gruppensieg geholt und den Pokal für den 4. Platz gewonnen zu haben, ist ein toller Erfolg für die 5 mit dem “Zwergensturm“ !

Die im Vorfeld gesetzten Ziele, den Favoriten das Leben schwer zu machen wurden mehr als erreicht! Nicht zuletzt, zeigte sich der Hallensprecher von der Spielfreude und vor allem, von der Freude am Spiel der Berliner, beeindruckt.

So bedankt sich die 1. Mannschaft mal wieder für eine tolle Saison bei seinen Trainern, Helfern Zuschauern und treuen Fans die uns, entgegen unserer Erwartungen, auch bei der DM wieder zahlreich gefolgt sind. Wir freuen uns bereits die stickigen Hallen hinter uns zu lassen und auf eine gemeinsame Sommersaison bei der wir endlich den Rasen im Maikäferpfad wieder “beackern“ können.


(Alle Fotos: DFBL/Schönwandt)



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