Faustball Bundesliga Männer: Siegesreihe vom VfK fast gebrochen

FaustballNach einer Autofahrt, die im Morgengrauen startete, betraten der Gut Heil Brettorf und der VfK den Rasen des Geschehens bei leichtem Nieselregen. Die Startaufstellung gestaltete sich folgendermaßen: Sascha Zaebe, Jascha Ohlrich, Sascha Ball, Lukas Schubert und Lars Kops.

Tim Fronzek wurde wegen einer Blessur an der Hand geschont.

TV Brettorf - VFK 01 Berlin 4:5 (11:13 11:7 11:7 3:11 11:7 7:11 11:6 9:11 5:11 )


Der erste Satz erwies sich als sehr holprig und obwohl wir es schafften aus der Angabe die im X spielenden Brettorfer unter Druck zu setzen, fehlte unsererseits ein konstanter Aufbau und entsprechende Vorlagen, um zu punkten. Dennoch schafften wir es, den ersten Satz - wenn auch knapp - für uns zu entscheiden, welches höchstwahrscheinlich auch an dem noch nassen Boden lag.

Im zweiten Satz wurden die Brettorfer deutlich sicherer und hatten auch die besseren Lagen, die Jens von Seggern auch in Punkte umwandeln konnte. In den VfK-Reihen schlichen sich zudem noch kleine Schusselfehler und Unsicherheiten ein, welche schließlich auch zum Satzverlust führten.

Nun ließ Trainer Roland Schubert das Spielerroulette drehen, um mögliche Taktiken für den Europapokal auszuprobieren. So kam Tobias Andres für Lars Kops ins Spiel. Bei nun zunehmend trockenem Boden und starken Abwehraktionen vom Brettorfer Mittelmann Jörn Büsselmann hatte der TV Brettorf ins Spiel gefunden, was man vom VfK nicht sagen konnte.

Denn auch diesen Satz mussten die Hauptstädter verloren geben.

Nach der Pause blieb die Aufstellung unverändert, jedoch war der VfK viel konzentrierter und konnte sich gleich absetzen. Brettorf schaffte es nicht, den hohen Rückstand aufzuholen und so ging der Satz mit 11:3 deutlich an den VfK.

Ab diesem Zeitpunkt verstrich kein einziger Satz in dem Taktiker Schubert keine Spielerwechslung vornahm, um weitere Möglichkeiten zu testen. Im fünften Satz kam wieder Lars Kops für Tobias Andres, der sich dann in den folgenden Sätzen immer im Wechsel mit Jascha Ohlrich die Mittelposition teilte.

Man hätte denken können der VfK hätte ins Spiel gefunden, man musste aber feststellen, dass sich die Brettorfer nochmal ein Herz gefasst hatten und mit viel Kampfgeist wieder zurückkamen. Wie auch in den vorangegangen Sätzen schaffte es Lars Kops nicht mehr die Angabe taktisch zu spielen, die Abwehr von Brettorf hatte somit keine Schwierigkeiten die Bälle gut aufzubauen. Die Berliner mussten eine 2:3 Rücklage vorläufig akzeptieren.

Im sechsten Satz übernahm Lukas Schubert die Angabe und schaffte es des Öfteren direkt zu punkten. Bessere Vorlagen und ein konsequenter Überschlag sicherten dem VfK den 3:3 Ausgleich.

Als wäre dieses Match nicht schon spannend genug gewesen, entschied sich Petrus noch eine weitere Variable ins Spiel zu bringen: Platzregen. Die gesamte 2. Pause hindurch goss es in Strömen und im Dorf Brettorf war Land unter. Der VfK verpasste es, die neuen Spielbedingungen zu ihren Gunsten zu nutzen und mit Schlägen auf den Mann konnte man nicht punkten. Brettorf wechselte ihren Angabenschläger von Tobias Kläner auf Jens von Seggern, der die Bälle nach hinten prügelte, welche dann durch unsere Abwehr zischten oder verpiekt wurden. Der Satz ging deutlich mit 11:6 an den TV Brettorf.

Das Spiel avancierte zu einer Schlammschlacht, aber der Berliner Kampfgeist wurde auch geweckt, denn es drohte der erste Spielverlust seit 21 Spielen. Endlich kam Stimmung in das Spiel und kein Ball wurde aufgegeben. Es gelangten auf beiden Seiten ein paar spektakuläre Ballwechsel, welches manchmal auch an den widrigen Platzverhältnissen lag. Denkbar knapp der Satz mit 11:9 an den VfK, der somit die Chance hatte die erste Niederlage doch noch abzuwenden.

Der letze und entscheidende Satz fand dann wieder bei Sonnenschein statt. Vielleicht war es ein Zeichen von der Glücksgöttin Fortuna, die sich in diesem Satz auf unserer Seite gestellt hatte. Nach einer fragwürdigen Schiri-Entscheidung knickte der TV Brettorf ein und der VfK gewann konzentriert und deutlich bei noch sehr nassem Boden mit 11:5.

Der knappe Sieg hat uns gezeigt, dass wir zum Europapokal in nur 4 Wochen noch eine Schippe bei der mentalen und faustballerischen Vorbereitung drauflegen müssen, um dort bestehen zu können.

Lars